…ein ereignisreiches Jahrzehnt voller Tatendrang und Gestaltungswille!!!
In der Anfangszeit nach Gründung der DG Adscheid fanden die Dorf- und Kinderfeste auf dem Straßendreieck vor dem Spielplatz und der angrenzenden Wiese statt.
Später dann wurden die Feste in Absprache mit der Eigentümerin Frau Gertrud Hirsch auf der Wiese mit altem Backhaus (Backes) organisiert und durchgeführt. Die DG Adscheid übernahm dafür den jährlichen Heckenschnitt und das Mähen der Wiese zwischen Kapelle und Wohnhaus. Hier wurden dann Jahr für Jahr die mitunter schönsten Feste wie z.B. die lange Tafel mit rustikalem Gedeck und Gelage im Rahmen der 750 Jahrfeier aus Anlaß der Verleihung der Stadtrechte an Stadt Blankenberg aus dem Jahre 12451 mit vielen Blankenbergern und benachbarten Vereinen gefeiert. Auf mit Leinentuch bedeckten Tischen aus der Neuzeit wurde dann rustikales Essen, fast wie im Mittelalter und köstliche Getränke gereicht. Natürlich wurde stilvoll mit den Fingern gegessen. Die Knochenreste fanden dann in den bereitgestellten Trögen als Abfall vom Gelage ihren letzten Platz. Mit einer eigens herbeigeschaften Esse schmiedete oder reparierte Heinz Busch einstweilen Schwerter und Klingen.
Unvergessen bleibt auch die Wiederinbrtriebnahme des alten Backes durch Stadtbäcker Hanni Drecker. Das frischgebackene Brot wurde mit Butter oder Schmalz sofort verzehrt und zum Abschluß gab es dann ein paar Bleche Butterkuchen. So manch Einer ging anschließend mit einem gewissen Völlegefühl, aber glücklich, nach Hause.
1998 wurde dann anläßlich der 750 Jahrfeier der Kirche St. Katharina Stadt Blankenberg erneut groß gefeirt. Mehrere tausend Besucher zog es nach Stadt Blankenberg und die staunten nicht schlecht, was der Festausschuss aus einem Zusammenschluss benachbarter Vereine und im Kern von wenigen Personen auf den Weg gebracht hatten.
Erich Pütz war im harten Kern der Organisatoren seinerseits zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und mitverantwortlich für das gute Gelingen der historischen Festtage in Stadt Blankenberg. Der Erlös der beiden Feste in Stadt Blankenberg ging in die Errichtung der Aussegnungshalle, die natürlich noch heute zu sehen ist.
Aus dieser Zeit stammt auch die Adscheider Holzbude die, zwar in die Jahre gekommen, immer noch für die Feste in Adscheid genutzt wird und dem Geschehen einen rustikalen, gemütlichen und dörflichen Charakter verleiht.
Dieser Hof, der für so viele Jahre für die Unterbringung von Material und selbst gefertigter Bewirtungsbude und die Ausrichtung unserer Feste genutzt werden durfte, wechselte dann später an den neuen Besitzer Wolfgang Klook, der diesen in die Jahre gekommenen Hof vor dem Zerfall rettete und modernisierte. Wolfgang Klook verkaufte dann sein Anwesen an die heutigen Eigentümer, die Familie ……
Purer Vandalismus hatte in den 90igern das Wegekreuz im Adscheider Feld getroffen. Ein Adscheider Bürger hatte das Kreuz aus großer Dankbarkeit genau dort aufgestellt, wo ihm bei starkem Schneefall auf dem Nachhauseweg in den 1940er Jahren die Kraft verließ und er nur durch ein „Wunder“ vor dem Erfrieren gerettet wurde. Über Jahrzehnte hat dieses Kreuz unverrückbar an dieser Stelle mitten im Feld gestanden und sollte Jedem eine Orientierung nach und von Adscheid geben. Das Kreuz war umgestoßen und teilweise zerstört worden. Mit Hilfe von Edmund Heller erstrahlte das Wegekreuz an gleicher Stelle und erhielt zudem noch eine schöne Zauneinfassung, die von kWerner Bahne hergestellt wurde.
Im Zuge des Straßenneubaus wurde dann das Wegekreuz einige hundert Meter Richtung Ortseingang Adscheid versetzt. Heute kann man das Kreuz noch oberhalb von Adscheid stehen sehen. Man muß allerdings wissen, dass dieses Kreuz eine ganz besondere Geschichte verkörpert, die leider nicht mehr in Verbindung mit dem heutigen Standort in Verbindung steht. Sinn und Zweck des Erbauers Weiß war neben seiner gelungenen Rettung auch die Auswahl genau dieses Platzes längs der K36 mitten im Adscheider Feld, um nachfolgenden Generationen Orientierung zu geben.
