Die ersten Jahre nach Gründung des Vereins

…ein ereignisreiches Jahrzehnt voller Tatendrang und Gestaltungswille!!!

 

In der Anfangszeit nach Gründung der DG Adscheid fanden die Dorf- und Kinderfeste auf dem Straßendreieck vor dem Spielplatz und der angrenzenden Wiese statt.

Später dann wurden die Feste in Absprache mit der Eigentümerin Frau Gertrud Hirsch auf der Wiese mit altem Backhaus (Backes) organisiert und durchgeführt. Die DG Adscheid übernahm dafür den jährlichen Heckenschnitt und das Mähen der Wiese zwischen Kapelle und Wohnhaus.

Hier wurden dann Jahr für Jahr die mitunter schönsten Feste ausgerichtet. Unvergessen dabei die lange Tafel mit rustikalem Gedeck und Gelage, die wir Adscheider  im Rahmen der 750 Jahrfeier aus Anlaß der Verleihung der Stadtrechte an Stadt Blankenberg aus dem Jahre 1245 mit vielen Blankenbergern und benachbarten Vereinen gefeiert haben. Auf mit Leinentuch bedeckten Tischen aus der Neuzeit wurde dann rustikales Essen, fast wie im Mittelalter und köstliche Getränke gereicht. Natürlich wurde stilvoll mit den Fingern gegessen. Die Knochenreste fanden dann in den bereitgestellten Trögen als Abfall vom Gelage ihren letzten Platz. Mit einer eigens herbeigeschaften Esse schmiedete oder reparierte Heinz Busch einstweilen Schwerter und Klingen. 

Unvergessen bleibt auch die Wiederinbrtriebnahme des alten Backes durch Stadtbäcker Hanni Drecker. Das frischgebackene Brot  wurde mit Butter oder Schmalz sofort verzehrt und zum Abschluß gab es dann ein paar Bleche Butterkuchen. So manch Einer ging anschließend mit einem gewissen Völlegefühl, aber glücklich, nach Hause.

Dieser Hof, der für so viele Jahre für die Unterbringung von Material und selbst gefertigter Bewirtungsbude und die Ausrichtung unserer Feste genutzt werden durfte, wechselte dann später an den neuen Besitzer Wolfgang Klook, der diesen in die Jahre gekommenen Hof vor dem Zerfall rettete und modernisierte. Wolfgang Klook verkaufte dann sein Anwesen an die heutigen Eigentümer.

 

Zeichnung von Karl Pütz im Format DIN 2A0 (1189 x 1682 mm)

Der erste Bewirtungsstand wurde natürlich zu einem Projekt von Karl Pütz, dem Dipl.-Ing. und Konstrukteur und Reinhard Werner dem Fertigungsspezialisten im Maschinen- und Anlagenbau. Die Beiden entwickelten sodann ein Projekt für die Ewigkeit!  Karl Pütz erstellte eine mit Tusche auf Transparentpapier im Format DIN 2A0 (1189 x 1682 mm) gezeichneten Bewirtungsstand mit Materialliste und Reinard Werner fertigte die Bude aus Vierkantstahlrohren mit unzähligen Schraubverbindungen statisch sehr sicher berechnet und Orkanstärken trotzend. Zum Schluß wurde das Gestell dann noch verzinkt, sodass es für die Ewigkeit ausreichte.

Nicht bedacht hatte man zunächst, dass man das zentnerschwere Gerippe auch mehrmals im Jahr bewegen musste. Eine Rollenkonstruktion zum Fahren war nach wenigen Jahren nicht mehr zu gebrauchen. Es war jedes Jahr ein großer personeller Aufwand diese große und zentnerschwere Konstruktion auf den Festplatz zu bugsieren. Später dann wurde der Bewirtungsstand fest auf dem Dorfplatz montiert. Karl Pütz und Reinhard Werner, Beide leider nicht mehr unter uns, hatten es nur gut gemeint und tatsächlich hat dieser Bewirtungsstand mobil auf dem Dreiecksgrundstück aufgebaut oder später fest auf dem Dorfplatz installiert den Festen gute Dienste geleistet. Im Zuge der Dorfplatzerweiterung durch das neue Vereinshäuschen aus Allner musste der Bewirtungsstand aus Platzgründen weichen.

Das „Feierhaus“

In den Anfangsjahren fanden alle Vorstandssitzungen, Bastelabende und das gemütliche Zusammensein im kleinen Fachwerkhäuschen, dem sog.Feierhaus,  von Maria und Franzpeter Schültke statt. Die ernsthaft und teils auch kontrovers diskutierten Tagesordnungspunkte fanden dann später einen Raum weiter im Haus an der Theke ihren versöhnlichen und fröhlichen Abschluß.

Nachdem bereits im Jahr 1995 die Dorfgemeinschaft Adscheid in die Ausrichtung der Feierlichkeiten eingebunden war, wurde 1998 dann anläßlich der 750 Jahrfeier der Kirche St. Katharina Stadt Blankenberg erneut groß gefeiert. Mehrere tausend Besucher zog es nach Stadt Blankenberg und die staunten nicht schlecht, was der Festausschuss aus einem Zusammenschluss benachbarter Vereine und im Kern von wenigen Personen auf den Weg gebracht hatten.

 Erich Pütz war im harten Kern der Organisatoren seinerseits zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und mitverantwortlich für das gute Gelingen der historischen Festtage in Stadt Blankenberg. Der Erlös der beiden Feste in Stadt Blankenberg ging in die Errichtung der Aussegnungshalle, die natürlich noch heute zu sehen ist.

Aus dieser Zeit stammt auch die Adscheider Holzbude die, zwar in die Jahre gekommen, immer noch für die Feste in Adscheid genutzt wird und dem Geschehen einen rustikalen, gemütlichen und dörflichen Charakter verleiht.  

 

Purer Vandalismus hatte 1994 das Wegekreuz im Adscheider Feld umgeworfen und massiv beschädigt Mit Hilfe von Edmund Hellererstrahlte das Wegekreuz an gleicher Stelle und erhielt zudem noch eine schöne Zauneinfassung, die von Werner Bahne hergestellt wurde.

Im Zuge des Straßenneubaus der K36 wurde dann das Wegekreuz einige hundert Meter Richtung Ortseingang Adscheid versetzt. Heute kann man das Kreuz noch oberhalb von Adscheid stehen sehen.

 

Wir bitten die schlechte Qualität der Bilder zu entschuldigen!

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In diesem Imagefilm der Stadt Hennef mit seinen 100 Dörfern und Weilern von 1996 hat auch Adscheid mitgewirkt und wird beim Setzen des Gedenksteins an der Kapelle gezeigt. Auch beim mittelalterlichen Spektakulum in Stadt Blankenberg hat Adscheid 1995, wie hier gezeigt und 1998 mitgewirkt. Dabei entstand auch unser rustikaler Bewirtungsstand, den wir bis heute bei unseren Festen aufbauen.